Häufig gestellte Fragen

Das Pulver verklumpt bei mir, warum?

Trimagnesiumdicitrat neigt aufgrund seiner chemischen Eigenschaften zum Verklumpen. Unseres ist zwar viel rieselfähiger als andere Pulver, wenn man es aber ins Wasser stürzt, verklumpt auch das. Es gibt deswegen aber keinerlei Wirkungsbeeinträchtigungen und es ist auch keine mangelhafte Qualität. Es ist einfach eine Eigenschaft des Tri-magnesiumcitrats und leider ohne Zusatzstoffe nicht zu ändern.

Lassen Sie das Pulver zügig in die Flüssigkeit rieseln, dann gehts. Sollten trotzdem noch Verklumpungen auftreten, lassen Sie die Flüssigkeit einfach eine Viertel Stunde stehen. Dann hat sich auch der Klumpen gelöst. Oder, wenn es pressiert, trinken Sie den Klumpen einfach mit. Dann löst er sich im Bauch.

Mit Rühren verschwinden ev. Klumpen auch viel schneller. Dabei haben wir gute Erfahrungen mit einem Milchschäumer gemacht. Den kann man auch für andere Rührtätigkeiten gut verwenden ohne dass man weitere Gefäße anbatzen muss. Er ist auch schnell gereinigt.

Enthält Ihr Produkt irgendwelche Zusatzsstoffe?

Nein, es ist reines Trimagnesiumdicitrat wasserfrei aus deutscher Herstellung, nämlich Jungbunzlauer, Ladenburg. Da ist sonst wirklich nichts dabei.

Ausser natürlich die Kapseln, die aus vegetarischen Stoffen bestehen. Aber innen wieder nur reines Mgcitrat, keinerlei Füllstoffe.

Gibt es ein Analysezertifikat?

Ja, Sie können es unter "Dokumente" downloaden.

Kann man Ihr Produkt auch in Apotheken kaufen?

Im Prinzip ja, aber dann ist es durch pharmazeutische Firmen mit Geschmacks- und Zusatzstoffen versehen und heisst dann z.B. Verla Granulat oder Diasporal Granulat. In der ursprünglichen Form des Herstellers, also ohne Geschmacks- und Zusatzstoffe, bekommen Sie es nur hier.

Kommt das Magnesium auch in meinem Blut an?

Ich hätte hier gerne einen link auf Dr. Strunz gebracht. Leider wurde dieser Beitrag gelöscht. Deshalb hier nur noch die darin erwähnte Studie.

Übrigens verwendet Dr. Strunz in seinem Vitamag ebenfalls Trimagnesiumdicitrat wasserfrei.

Magnesium und Calcium sind Antagonisten. Behindern sie sich gegenseitig bei der Aufnahme?

Da ich selbst darüber nicht besser berichten könnte hier die Antwort von Jochen von www.wer-weiss-was.de:

Lange Zeit war man der Meinung, Calcium und Magnesium würden sich bei gleichzeitiger Verabreichung gegenseitig in ihrer Resorption stören. Diese Annahme beruhte auf Untersuchungen am Rattendarm, die jedoch wie man heute weiß nicht auf den Menschen übertragbar sind. Neuere wissenschaftliche Untersuchungen am Menschen konnten keine gegenseitigen Hemmeffekte im Darm feststellen. Selbst Magnesiummengen von 800 mg hatten noch keinen negativen Einfluss auf die Calciumresorption; umgekehrt störten auch 2000 mg Calcium die Mangesiumresorption nicht.

[Quelle: H. Spencer et al. (1994) Effect of magnesium on the intestinal absorption of calcium in man, Journal of the American College of Nutrition, Vol. 13, No. 5, 485-492]

Interessane Zusatzinfos:

Magnesium wird beim Menschen im wesentlichen durch den Darm über einen passiven Diffusionsvorgang aufgenommen. Der Transport erfolgt in Form der erleichterten Diffusion. Da die Magnesiumaufnahme an die Aufnahme von Wasser gebunden ist, sind leichte Azidität, proteinreiche Nahrung, Vitamin B, Natrium, Vitamin D und Stimulanzien der Insulinsekretion begünstigende Faktoren. Als hemmende Faktoren sind z.B. das Parathormon, Polypeptidhormone wie VIP, Calciumionen oder Alkohol bekannt. Der Magnesiumausstrom aus der Zelle erfolgt über einen aktiven Transport. Sowohl Eintritt als auch Austritt aus der Zelle sind energieverbrauchende Prozesse, die Glucose benötigen. Die Kenntnisse über den Magnesiumtransport in die Zelle und die Aufrechterhaltung des Gradienten zwischen extra- und intrazellulärem Magnesium sind jedoch noch gering.

[Quelle: Durlach J: Magnesium in der klinischen Praxis. Gustav Fischer Verlag Jena, 1992]

Die Magnesiumresorption hat eine aktive und eine passive Komponente. Bei geringer Magnesiumzufuhr wird Magnesium transzellulär mit einem aktiven Transportmechanismus resorbiert, dessen Eigenschaften bisher nicht genau charakterisiert sind. Bei hoher intraluminaler Magnesiumkonzentration wird der überwiegende Teil des Magnesiums passiv parazellulär aufgenommen.

[Quelle: Kayne LH, Lee DB. Intestinal Magnesium absorption. Miner Electrolyte Metab 1993; 19: 210–7]

Im Blut wird Magnesium durch Niere, Darm und Nebenniere reguliert. Das wichtigste den Blutmagnesiumspiegel regulierende Organ ist die Niere. Zuviel aufgenommenes oder aus dem Knochen mobilisiertes Magnesium wird mit dem Urin ausgeschieden. Bei Magnesiummangel kann das filtrierte Magnesium fast vollständig in der aufsteigenden Henle-Schleife (55-63%) reabsorbiert werden. Störungen im Magnesiumhaushalt führen zu Ionenverschiebungen wie Hypocalcämie und intrazellulärer Kaliumverarmung.

[Quelle: Ebel H, Günther T: Magnesium- das zweithäufigste intrazelluläre Kation. Med Klin 75 (1980) 257-263]

Claudin-16 (=Paracellin-1) ist der parazelluläre Magnesiumkanal, der vorzugsweise im dicken aufsteigenden Teil der Henle-Schleife lokalisiert ist (Simon et al., 1999)

[Quelle: Simon DB, et al. (1999) Paracellin-1, a renal tight junction protein required for paracellular Mg2+ resorption. Science 285(5424): 103-106]

Für Caclium-Ionen gibt es eine Reihe biochemisch sehr gut untersuchter Transproter, zB. die "epithelial calcium channels" für die erleichterte Diffusion oder die Na/Ca-ATPasen für aktiven Transport. Bei Calcium gibt es darüber hinaus noch eine Serie von speziellen Kalziun-bindenden Proteinen (Calmodulin, Calbindin) und vor allem große extrazelluläre (die Knochen!) und intrazelluläre (das endoplasmatische Retikulum) Speicher.

Magnesium un Kalzium benutzen also unterschiedliche Transportwege und unterliegen getrennten Regulationsmechanismen. Beide sind zwar varwandte zweiwertige Kationen, die Bindungspartner haben aber eine gute Spezifität. Nur bei einem extremen (unphysiologischen) Mißverhältnis kann Ca zB. auch an einer Mg-Bindestelle binden (und umgekehrt). Soche Ungleichgewichte sind aber ohne massive(!) Interventionen nicht zu erzeugen. Ich glaube, dass der Mensch aus anderen Gründen schon vorher sterben würde, bevor zB. eine Langzeit-Hochdosis-Kalziuminfusion in den Zellen zu solchen Effekten führen würde.

Beste Grüße, Jochen

Mein Stuhlgang ist ziemlich dünn geworden. Woran liegt das?

Alle Magnesiumprodukte machen abhängig von Dosierung und persönlicher Verträglichkeit dünnen Stuhlgang. Das liegt einfach am Magnesium.

Jeder muss hier selbst herausfinden, unter welchen Bedingungen eine gute Verträglichkeit gegeben ist.

Wir haben z.B. gute Ergebnisse, wenn das Pulver in viel Wasser (1/2 l auf einen Löffel) gelöst und zwischen den Mahlzeiten getrunken wird.

Mit was kann ich das Pulver mischen?

Das Pulver löst sich sehr gut in Wasser. Aber auch alle anderen wässrigen Flüssigkeiten sind geeignet (z.B. Säfte). Dabei spielt die Temperatur keine Rolle (z.B. Tee). Man hat auch schon gehört, dass es einem Joghurt beigemischt wurde. Alles ist denkbar. Da es sehr wenig Eigengeschmack hat, fällt es auch überhaupt nicht auf. Natürlich können Sie es als Pulver auch überall drüber streuen.

Warum steht im Analysezertifikat ein anderes Mindesthaltbarkeitsdatum als auf dem Etikett?

Das MHD im Analysezertifikat ist das für den Hersteller vorgeschriebene Datum. Im Zeitpunkt der Abfüllung kann der Abfüller ein neues MHD vergeben. Das Letztere liegt in der Regel weiter in der Zukunft und ist deshalb auf dem Etikett zu sehen.

Was macht bei Ihrem Produkt den neutralen ph-Wert aus?

Das 7%ige MGcitrat nennt man chemisch Magnesiumhydrogencitrat, weil es noch ein paar zusätzliche Wasserstoffatome im Molekül hat. Deshalb ist es auch sauerer (H-protonen bestimmen den PH-wert).

Unser MGcitrat heisst Trimagnesiumdicitrat wasserfrei, was bedeutet, dass diese H-atome eben nicht dabei sind. Dadurch ist es neutral bis leicht basisch und hat einen höheren MG-anteil. Natürlich ist es deswegen auch in der Herstellung teurer.

Wirkt die transdermale Magnesium-Therapie (=Magnesiumaufnahme über die Haut)?

Es gehört zum biologischen Grundwissen, dass Magnesium, als wasserlöslicher Stoff, die Hautbarriere nicht überwinden kann. Das lässt sich in jedem Dermatologielehrbuch nachlesen. Das ist definitiv ein Faktum. Damit kommt Magnesium über eine transdermale Therapie ganz sicher nicht in Muskeln, Blutbahn oder in sonst irgendwelche Organe. Es kommt aber in die Epidermis, die äußere Hautschicht und entfaltet dort Wirkungen, die wir als heilsam empfinden und die auch heilsam sind. Dr. Eva-Maria Brunschweiger, Kiel, hat hierzu einen selten informativen Artikel geschrieben, der die positiven Wirkungen des Magnesiums auf der Haut vollumfänglich beschreibt. Ausserdem gibt es eine Erörterung des Themas in der Zeitschrift für orthomolekulare Medizin vom Dezember 2017, die zu demselben Ergebnis kommt.

Das bedeutet, die transdermale Therapie kann die orale Aufnahme von Magnesium nicht ersetzen und auch nicht ergänzen. Für die Hautbehandlung ist sie gut und kann zusätzlich durchgeführt werden.

Wo und wie wird die Ware abgefüllt?

Keine Angst. In keinem Hinterhof oder Keller. Wir lassen die Dosen und Tüten abfüllen und die Kapseln herstellen bei ABJ ALive, 95473 Creußen: www.abj-alive.com